Baugeschichte:
Die am östlichen Markungsrand Göppingens gelegene Flur trug seit Jahrhunderten den Namen „Große Viehweide". Auf den vom Rossbach ansteigenden Hang wurde früher das Vieh zum Weiden getrieben. Im Westen, stadtseitig, wird die Markung durch den Rossbach, nach Norden durch die erhöht gelegene Fläche vom Hospitalwald und Stadtwald Wacher begrenzt, nach Osten beginnt die Eislinger Markung (Ackerland). Bis
1858 war die große Viehweide auch Festplatz des Göppinger Marientags.
1926 Die Omnibusverkehrsgesellschaft Carl Hommel wird gegründet mit dem Ziel der Markterschließung im aufkommenden Verkehrswesen. Auch gibt es bereits Planungen für den Luftverkehr für Zubringerdienste und Rundflüge.
1929 Der Göppinger Gemeinderat berät über die Schaffung eines Flugplatzes auf der plateauartigen Großen Viehweide, die sich im städtischen Besitz befindet.
1930 Vertrag zwischen Stadt und der Omnibusverkehrsgesellschaft Carl Hommel, die das Gelände nutzen durfte und Zuschüsse für die Start- und Landebahn erhielt. An Hochbauten entstanden lediglich eine Wellblechhalle zur Aufnahme von 2 Flugzeugen und das Flugplatz-Restaurant „Zur Lerche". Die Fa. Hommel kaufte ein Klemm-Sportflugzeug, einen einmotorigen Hochdecker, Der Flieger Eugen Kopp, verschwägert mit Carl Hommel, veranstaltete mit dieser, „Göppingen P" genannten Maschine seine Flugvorführungen und Rundflüge. Ein Rundflug über den Hohenstaufen kostete 15 RM. Ein Göppinger Fliegerverein baute in Eigenarbeit zwei Gleitflugzeuge. 29. Juni: 1. Göppinger Flugtag.